Rally Dakar 2015: Bilanz zum Restday

Startrampe12.01.2015 – Die Dakar Rally 2015 ist nun bei ihrer Halbzeit angelangt. Am 4. Januar verließen die drei SAM Mercedes des Tamarugal XC Rally Teams die argentinische Metropole Buenos Aires, um sich der härtesten Offroadrallye der Welt zu stellen. Die Fahrerteams setzen sich aus dem Chef des Tamarugal-Rennstalls Javier Campillay und Beifahrer Juan Pablo Salazar, dem Senior-Chef Omar Campillay und Maurice Maurin, sowie dem Tamarugal-Stammfahrer Rodrigo Moreno mit Navigator Jorge Araya zusammen.  Als Speerspitze des Teams hat sich bislang „Mamoro“ Moreno bewiesen. Der in Copiapo ansässige Hobby-Rennfahrer gilt als zuverlässiger und Material schonender Fahrer, der für die eine oder andere Überraschung gut ist. Diesem Ruf wurde er bislang gerecht und etablierte sich zwischenzeitlich auf dem 21. Gesamtrang. Javier Campillay, der das Team zur jetzigen Größe hin aufgebaut hat, konnte die Dakar aus Sicht eines SAM-Piloten schon letztes Jahr kennen lernen. Ihn verließ 2014 allerdings schon frühzeitig das Glück und er musste nach zwei Überschlägen und einem Folgeschaden aufgeben.

Aufgabe Javier Campillay

Aufgabe Javier Campillay

Leider war ihm Fortune auch bei der diesjährigen Ausgabe des Wüstenklassikers nicht hold. Javier Campillay kämpfte ab der 3. Prüfung mit einem Defekt am Einspritzsystem des Dieselmotors. Infolge dessen gab es hin und wieder kleine Brandherde zu bekämpfen, die schlussendlich die Entscheidung des Teams nach sich zogen, den Wagen mit der Startnummer 389 aus der Wertung zu nehmen, um Schlimmeres zu verhindern.

Omar Campillay

Omar Campillay

Umso erfreulicher zeigt sich die Lernkurve und Resistenz von Haudegen und Vater Omar Campillay, welcher erst vor einem Jahr auf die Idee kam, an solchen Rennen teilzunehmen. Nach ersten Versuchen und Achtungserfolgen reifte bei ihm der Wunsch, auch bei der populären Dakar zu bestehen, bei der er sich nun im Bunde der ältesten Teilnehmer bei seinem Debüt beachtlich schlägt. Der Senior zeigt es der Jugend noch einmal und findet von Etappe zu Etappe mehr Gefallen an der „Odyssey“, wie der verheißungsvolle Untertitel der Veranstaltung lautet. Er zieht mit Beifahrer Maurice Maurin eisern seine Bahnen, stets die Zielrampe in Buenos Aires im Blick. Aktuell ragiert er als 59. in der Gesamtwertung und hat die schwierige Marathon-Etappe, auf der kein Übernacht-Service durch die Crew zugelassen war, erfolgreich hinter sich gebracht.

Mamoro Moreno, der das Fahrzeug pilotiert, mit dem Matthias Kahle 2013 den 13. Gesamtrang holte, fühlt sich nach

"Mamoro" Moreno und "Coco" Araya

„Mamoro“ Moreno und „Coco“ Araya

seinem Umstieg vom betagten Toyota Land Cruiser auf den SAM immer wohler im Auto: „Wir sind gut unterwegs und wir sind zufrieden mit unserer Leistung. Auf die Navigation von „Coco“ (Jorge Araya) kann ich mich zu hundert Prozent verlassen und wir merken, dass mit dem SAM noch viel mehr geht. Wir wollen uns weiter steigern, denn uns fehlen weniger als 20 Minuten zu einem Platz unter den Top 20. Jedoch versuchen wir auch einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht zuviel zu riskieren, da hier Fehler schnell bitter bestraft werden.“

Den Restday wird die Servicemannschaft, die von zwei SAM-Mechanikern aus Deutschland unterstützt wird , dazu nutzen die verbliebenen zwei Fahrzeuge auf Herz und Nieren zu prüfen und von Grund auf zu überholen. Dabei wird nahezu alles zerlegt und revidiert, um die Rückreise nach Buenos Aires, wo am 17. Januar die Zielflagge fällt, aus technischer Sicht so unspektakulär wie möglich zu halten.

Die Positionen im Überblick findet man unter den folgenden Links:

Mamoro Moreno, #342

> Omar Campillay, #378

 

 

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