Kahle: „Ich bin sicher, dass uns ein großer Schritt gelungen ist“

11. Oktober 2013 – Willkommen in der Wüste: Drei Tage vor dem Start der Rallye Marokko (13.-19. Oktober 2013), die er zusammen mit Navigator Dr. Thomas M. Schünemann im SAM 30D CC des HS RallyeTeams bestreitet, spricht Matthias Kahle im Interview über seine Erwartungen an das Wüstenabenteuer und die Verbesserungen am Allrad-Prototypen.

Matthias, das HS RallyeTeam startet in Marokko mit einer überarbeiteten Version des SAM 30D CC. Was versprichst Du Dir von den Verbesserungen?

Matthias Kahle Die Jungs von SAM haben die Leistung seit der Rallye Dakar um acht Prozent gesteigert und die Fahrbarkeit des Motors verbessert, was mich als Fahrer natürlich freut. Denn: Je mehr Leistung man zur Verfügung hat, desto leichter kann man die schwierigen Dünenpassagen meistern, ohne steckenzubleiben. Ich habe den SAM in der neuesten Ausbaustufe bisher nur ein paar Kilometer auf Asphalt gefahren, aber schon da hat man den Unterschied deutlich gemerkt. Jetzt bin ich extrem gespannt, wie gut der SAM in der Wüste geht. Ich bin mir sicher, dass uns ein großer Schritt nach vorn gelungen ist.

Was denkst Du, wie sich die Verbesserungen auf die Ergebnisse auswirken?

MK Wenn wir das jetzt schon wüssten … Wie stark sich eine Verbesserung auf dem Papier tatsächlich auf der Strecke bemerkbar macht, ist immer sehr schwer abzuschätzen. Gut ist auf jeden Fall, dass wir in Marokko auf viele starke Konkurrenten treffen, mit denen wir uns schon im Januar bei der Rallye Dakar gemessen haben. Im Vergleich mit Leuten wie Erik Wevers [Ford HRX], Peter van Merksteijn [Toyota Hilux Pickup] oder Boris Garafulic [Mini All4 Racing] können wir genau sehen, wie groß die Verbesserungen wirklich sind. Eine Antwort können wir also frühestens im Ziel der ersten Etappe geben.

Wenn Du einen Tipp abgeben müsstest: Wer gewinnt die Rallye Marokko?

MK Ich gehe fest davon aus, dass einer der sechs X-Raid-Piloten das Rennen machen wird. Bei denen stimmt das Paket aus Fahrer und Technik einfach zu 100 Prozent. In meinen Augen ist Orlando Terranova der Favorit, aber vielleicht sorgt auch der Russe Vladimir Vasilyev für eine Überraschung. Dahinter sehe ich eine Gruppe von rund zehn Autos etwa gleichauf, zu der auch unser HS RallyeTeam gehört. Die Spitze ist wieder einmal sehr dicht beisammen, es wird sicher spannende Duelle um die vorderen Plätze geben.

Was erwartest Du von den Strecken in Marokko?

MK Die Etappen fallen im Vergleich zu anderen Wüstenrallyes recht kurz aus. Dass die Veranstaltung dadurch einfach ist, halte ich aber für einen großen Trugschluss. Die vergangenen Jahre haben uns gelehrt, dass es gerade die kurzen Wertungsprüfungen in sich haben. Da kann man für 20, 30 Kilometer im weichen Wüstensand manchmal eine Stunde oder sogar mehr brauchen. Die Route wird sehr technisch und sandig. Wir sind auf jeden Fall gewarnt und werden von Beginn an hochkonzentriert zu Werke gehen.

 

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