Rallye Marokko 2013 (13.-19. Oktober 2013) – Interview Dr. Thomas M. Schünemann

MOTORSPORT -  DAKAR 2013 - PART 2Schünemann: „Marokko hat alles zu bieten, was man sich wünscht“

09. Oktober 2013 – Premierenfieber beim HS RallyeTeam: In wenigen Tagen gehen Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann bei der Rallye Marokko (13.-19. Oktober 2013) an den Start. Im Interview verrät Copilot Schünemann, was das Königreich zu einem guten Land für den Offroadsport macht und was für ihn die hohe Kunst bei Wüstenrallyes ist.

Thomas, in der kommenden Woche nimmt das HS RallyeTeam erstmals an der Rallye Marokko teil. Was zeichnet diese Rallye besonders aus?

Dr. Thomas M. Schünemann Marokko ist weltweit eines der besten Länder für eine Wüstenrallye. Die Pisten am Rande der Sahara haben alles zu bieten, was man sich als Rallyepilot wünscht: Das Land ist zwar vor allem wegen seiner Steinwüste bekannt, aber es gibt hier auch Canyons, ausgetrocknete Flussbetten, Palmenhaine und natürlich weichen Wüstensand, der Matthias als Fahrer und mir als Navigator alles abverlangen wird. Die Rallye Dakar führte zwischen 1993 und dem Umzug nach Südamerika im Jahr 2009 nicht ohne Grund fast jedes Jahr durch das Königreich. Ein weiterer Pluspunkt für Marokko ist natürlich die stabile politische Lage, die eine sichere Rallye möglich macht.

Der Veranstalter spricht davon, dass die Route weniger als 20 Kilometer auf steinigen Pisten enthält und dass der Fokus auf der Navigation liegt. Wie gefällt Dir das?

TS Ich finde es großartig, wenn es auf das Teamwork im Cockpit ankommt und wenn sowohl der Pilot als auch der Copilot richtig gefordert werden. Besonders in einem sogenannten Erg, das ist ein kleines Meer voller weicher Dünen, ist die Navigation äußerst schwierig. Man kann die Dünen ja nicht einfach geradeaus durchqueren, denn dann bleibt man stecken. Also muss man ständig versuchen, auf halbwegs festem Sand zu bleiben – was oft nur in Schlangenlinien funktioniert – und gleichzeitig die Orientierung zu behalten. Das ist die hohe Kunst bei Wüstenrallyes.

2006 und 2007 hast Du im Rahmen der Rallye Dakar selbst schon Marokko durchquert. Wie viel Wissen nimmst Du aus dieser Zeit mit?

TS Das waren unsere ersten beiden Dakar-Teilnahmen, zu dieser Zeit waren wir ehrlich gesagt noch ziemliche Grünschnäbel. Ich kann mich noch gut an die alte Dakar in Afrika erinnern und habe auch noch ein grobes Bild von der Charakteristik der Strecken im Kopf. Aber von Streckenkenntnis kann nicht die Rede sein. Es geht in der Wüste ohnehin nicht darum, eine bestimmte Strecke auswendig zu kennen. Es geht vielmehr um die generelle Erfahrung darin, Landschaften zu lesen und das gespeicherte Wissen auf das vor einem liegende Terrain zu übertragen.

Bei der Rallye Dakar habt ihr im Januar den 13. Gesamtrang belegt. Mit welchen Zielen reist ihr nach Marokko?

TS Eine gute Frage. Die Jungs von SAM haben die Motorleistung des Allrad-Prototypen seit der Dakar weiter verbessert und das sollte sich natürlich auf unsere Gesamtperformance auswirken. Eine genaue Platzierung vorherzusagen, ist extrem schwierig, weil an den sechs Rallyetagen sehr viel passieren kann. Trotzdem ist für uns klar: Wir wollen unsere direkten Gegner von der Dakar hinter uns lassen und noch näher an die Spitze heranrücken.

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