Dakar, Tag 6 : HS RallyeTeam übersteht erfolgreich Sand, Staub und Steine

Klappe Stage 611. Januar 2013 – Winziger Schaden, große Wirkung: Nach einem fulminanten Start in die sechste Etappe der Rallye Dakar 2013 werden Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann zunächst von einem Reifenschaden zurückgeworfen und müssen dann hinter einem langsameren Konkurrenten Staub schlucken. Trotzdem steigert sich das Team durch Platz 16 in der Tageswertung auf Gesamtrang 16.

In der chilenischen Atacama-Wüste schienen sich Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann von Beginn an pudelwohl zu fühlen: Am ersten Waypoint der 438 Kilometer langen Speziale zwischen Arica und Calama verbuchte der vom HS RallyeTeam eingesetzte SAM 30D CC die zehntbeste Zeit unter den 115 noch im Rennen befindlichen Autos. Kurz darauf tauchte allerdings ein Stein wie aus dem Nichts auf. Kahle konnte nicht mehr ausweichen und beschädigte einen Reifen seines Allrad-Prototypen. Es ist übrigens der erste „Plattfuß“ an sechs Tagen und auf über 2.200 Kilometern – gut 1.000 davon Offroad.

Durch den Reifenwechsel fielen Kahle/Schünemann zunächst einmal auf Position 28 zurück (Waypoint 2) und starteten dann eine großartige Aufholjagd: Das eingespielte deutsche Duo lag schon bald wieder in den Top 20 (Waypoint 6), obwohl es mit unerwünschten Nebeneffekten des Service-Stopps klarkommen musste: Die Heckhaube des SAM sprang auf und sorgte für spektakuläre Bilder, zudem fuhr der SAM jetzt im Staub von einigen langsameren Konkurrenten.

Schon vor dem neutralisierten Abschnitt (Kilometer 229 bis 326) hatten Kahle/Schünemann auf den Dessoude Buggy von Christian Lavieille aufgeschlossen. Die Piloten des HS RallyeTeams verbrachten das komplette zweite Teilstück von 112 Kilometern, in dem über 1.000 Höhenmeter bergauf absolviert wurden, hinter dem Buggy des Franzosen. Für solche Fälle gibt es das Sentinel-System, mit dem sich ein schnelleres Fahrzeug mit einem akustischen Signal bei seinem Vordermann bemerkbar machen kann, der den Schnelleren dann passieren lassen muss. Unglücklicherweise klappte es in diesem Fall nicht – Lavieille hat das Signal schlicht überhört.

Trotz dieser Widrigkeiten verbessern sich Kahle/Schünemann im Staub noch auf den 16. Platz in der Tageswertung, rücken im Gesamtklassement eine weitere Position auf und liegen jetzt auf Rang 16. Der Abstand zu Vordermann Geoffrey Olholm (Toyota Hilux Pickup) liegt zudem nur noch bei 10.14 Minuten, der Vorsprung auf den ersten Verfolger, Christian Lavieille, beträgt 3.13 Minuten.

Matthias Kahle: „Der erste Teil war eine typische Atacama-Prüfung mit weichem Sand, hohen Dünen und einigen Schotterabschnitten im Wechsel. Das zweite Teilstück führte über steinige Bergstraßen. Überholen war hier ohne die Unterstützung des Vordermanns vollkommen unmöglich. Mit unserem Allradler sind wir auf solch einem Terrain eigentlich viel schneller als ein Buggy, es wäre also noch mehr als Platz 16 drin gewesen.“

Dr. Thomas M. Schünemann: „Wir haben sehr gut begonnen und dann diesen Stein getroffen, den wir vorher nicht sehen konnten. Das sind eben die Dinge, die bei einer Wüstenrallye passieren. Das wirklich Ärgerliche an dem Reifenschaden war, dass einige Autos an uns vorbeigezogen sind, die eigentlich langsamer waren. So konnten wir leider nicht so viel Boden gutmachen, wie es unter normalen Umständen möglich gewesen wäre.“

So geht’s weiter: Etappe 7, Calama-Salta, Gesamtdistanz: 754 km, Speziale: 220 km

Am siebten Tag der Rallye Dakar geht es hoch hinaus: Nach dem Grenzübergang zu Argentinien wartet eine mit 220 Kilometern zwar vergleichsweise kurze Prüfung auf die Teilnehmer, doch die Speziale hat es in sich. Die Prüfung findet komplett in den Anden auf einer Höhe von 3.400 bis 4.000 Metern statt. Trotz der dünnen Luft, die Fahrern und Motoren zusetzt, wird die Tachonadel auf dieser Highspeed-Sektion selten unter die 100 fallen.

Ergebnis der Rallye Dakar 2013 nach Etappe 6

Pos. Fahrer/Beifahrer Fahrzeug

Gesamtzeit

1. Peterhansel/Cottret Mini All4 Racing

14:36:16h

2. Al-Attiyah/Cruz Qatar Red Bull Buggy

+1.18m

3. De Villiers/Von Zitzewitz Toyota Hilux Pickup

+42:31m

4. Novitskyi/Zhiltsov Mini All4 Racing

+44:47m

5. Chicherit/Garcin SMG V8 Buggy

+1:16:26h

6. Chabot/Pillot SMG V8 Buggy

+1:27:52h

7. Roma/Perin Mini All4 Racing

+1:30:52h

8. Errandonea/Debron SMG Buggy

+1:50:37h

9. Sousa/Ramalho Great Wall Haval

+2:02:55h

10. Terranova/Fiuza BMW X3 CC

+2:05:27h

11. Thomasse/Larroque MD Optimus Buggy

+2:11:05h

12. Wevers/Lurquin Ford HRX

+2:27:37h

13. Garafulic/Picard Mini All4 Racing

+2:30:12h

14. Spinelli/Haddad Mitsubishi ASX

+2:30:45h

15. Olholm/Aston Toyota Hilux Pickup

+2:57:57h

16. Kahle/Schünemann SAM 30D CC

+3:08:11h

17. Lavieille/Polato Dessoude Buggy

+3:13:46h

18. Malysz/Marton Toyota Hilux Pickup

+3:21:05h

19. Coffaro/Meneses Toyota Hilux Pickup

+3:52:26h

20. Alvarez/Graue Toyota Hilux Pickup

+4:15:01h

Platzierungen des HS RallyeTeams 

SAM 30D CC

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

Tageswertung

28.

36.

19.

16.

23.

16.

Gesamtwertung

28.

34.

22.

17.

17.

16.

Über samadmin09
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One Response to Dakar, Tag 6 : HS RallyeTeam übersteht erfolgreich Sand, Staub und Steine

  1. Weiter so – ich lese ganz gespannt die Beiträge mit und drücke ganz fest die Daumen, dass Ihr erfolgreich durchfahrt und Eure gesteckten Ziele erreicht!

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