Interview mit Dr. Thomas Schünemann zu den Vorbereitungen der Silk Way Rally 2012

(Speed Magazin) Das Debüt rückt näher: Das HS RallyeTeam wagt bei der Silk Way Rallye den Aufstieg in die Prototypen-Klasse. Nach der Ankunft in Moskau spricht Copilot Dr. Thomas M. Schünemann über die Vorbereitungszeit, die Erwartungen bei der Rallye und den Wert der früheren Erfahrungen für die Silk Way Rallye 2012.

Thomas, in zwei Tagen startet eure erste Rallye im Allrad-Prototypen. Wie lief die Vorbereitung?
Dr. Thomas M. Schünemann: Das Team hat zwar sehr anstrengende aber auch erfolgreiche Wochen hinter sich. Der SAM hat seinen ersten Rollout ohne Probleme absolviert, jetzt freuen wir uns auf Samstag und darauf, dass die Silk Way Rallye endlich losgeht. Die Vorbereitungszeit war knapp bemessen, weil wir den Prototypen von SAM mit einem komplett neuen Motor ausgestattet haben. Aber wir können jetzt schon sagen, dass die Zusammenarbeit mit SAM hervorragend funktioniert.

Mit welchen Erwartungen reist ihr nach Russland?
Dr. Thomas M. Schünemann: Die Silk Way Rallye ist für uns ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung für die Dakar im Januar 2013. Wir wollen aber auch hier schon zeigen, dass wir vorne mitfahren können. Wenn du als erfahrenes Team erstmals in der Prototypen-Klasse startest, willst du natürlich mit um den Gesamtsieg kämpfen. Aber um so eine Veranstaltung wie die Silk Way Rallye zu gewinnen, müssen alle Faktoren stimmen: Du brauchst ein starkes Auto, ein gutes Team und das nötige Quäntchen Glück – und das sieben Tage lang. Der Wettbewerb ist dieses Jahr so stark, dass jeder kleine Zufall, jede Nachlässigkeit über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

Für euch ist es der vierte Start bei dieser Marathonrallye. Wie entscheidend ist dieser Erfahrungsvorsprung?
Dr. Thomas M. Schünemann: Der Veranstalter selbst gibt an, dass 70 Prozent der Strecke neu sind. Von einem großen Vorteil kann man da sicher nicht sprechen, zumal wir für die Wertungsprüfungen keinen Aufschrieb erstellen wie unsere Kollegen in der Rallye-Weltmeisterschaft. Bei denen ist die Streckenkenntnis ein handfester Vorteil. Bei uns im Marathonsport zählt eher die generelle Erfahrung. Was sagt die Landschaft über die Beschaffenheit des Bodens? Wo muss ich mit besonders weichem Sand rechnen, wo mit Bodenwellen? Jeder Kilometer in der Wüste bringt einen weiter. Es macht jedoch kaum einen Unterschied, ob man diesen Kilometer in Russland oder in Marokko zurücklegt.

Das HS RallyeTeam ist vorher immer mit einem Buggy gestartet. Wie sehr verfolgst du die Entwicklungen in dieser Klasse?
Dr. Thomas M. Schünemann: Wir sind im Moment voll und ganz auf unser eigenes Projekt fokussiert. Ich verfolge die Buggy-Szene nur am Rande und habe natürlich zur Kenntnis genommen, dass in dieser Kategorie ein starkes Feld zusammengekommen ist. Die Legende Jean Louis Schlesser ist ebenso am Start wie die drei erfolgreichsten Teams der Dakar 2012. Schlesser ist sogar für Gesamtsiege gut. Die Buggy-Klasse ist also genauso hochkarätig besetzt wie die Prototypen-Wertung, wo ich mindestens fünf Aspiranten auf den Sieg sehe. Es wird für alle Beteiligten eine spannende Rallye!

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